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Fragen und Antworten

Was bedeutet Systemik?

Systemik ist eine Betrachtungsweise (und auch moderne Therapie- und Beratungsform) Menschen mit psychosozialen Problemen nicht isoliert zu betrachten sondern immer im Kontext des Systems, aus dem sie hervorgehen, in das sie eingebettet sind und mit dem die ständig interagieren. Zu diesem System gehört die Familie, das Arbeitsumfeld, das soziale Umfeld und viele andere Faktoren, die darin eine Rolle spielen, wie z.B. auch Suchtmittel. Problematisch ist also nie der Klient an sich (dieser ist nur ein „Symptomträger“), sondern das System, in dem dieser steckt und das seine u.a. destruktiven Wirkmechanismen entfaltet. Diese Mechanismen sind komplex und mächtig und aus Ihnen resultiert die systemische Haltung: zieloffen, unvoreingenommen, nicht-wertend, bedürfnisorientiert.

Was bedeutet autoregulativ?

Bedeutet im Zusammenhang zur Therapie einen Prozess zu ermöglichen, indem der Klient intuitiv regeln und lernen kann, ohne dass ihm dies als Tätigkeit überhaupt bewusst wird oder als mühevoll empfunden wird. Die Veränderung geschieht schleichend, unbewusst und reguliert sich „von selber“ – d.h. autoregulativ.

Habe ich ein Alkoholproblem?

Ein Alkoholproblem haben Sie dann, wenn Sie selber oder Ihr Umfeld Ihr Trinkverhalten als problematisch wahrnimmt oder sich daraus Gefahren oder Nachteile für Sie oder Ihr Umfeld ergeben. Auch Ihr Arzt kann Sie auf bisher nicht wahrgenommene Probleme aufmerksam machen (z.B. schlechte Leberwerte, kein Durchschlafen, …).

Ab wann bin ich Alkoholabhängig?

Menschen die regelmäßig Alkohol trinken (z.B. jeden Abend) werden von Medizinern bereits gern als alkoholabhängig bezeichnet. Die IDC (International Classification of Deseases) der WHO stellt hierzu 6 Merkmale auf von denen für die Diagnose „Alkoholabhängigkeit“ mindestens 3 länger als 1 Monat vorliegen müssen:

  1. Zwanghaftes Verlangen nach Alkohol („Craving“).
  2. Kontrollverlust über die konsumierte Alkoholmeng
  3. Entzugserscheinungen bei Stopp der Alkoholzufuhr
  4. Nachweis einer Alkoholtoleranz (Konsum großer Mengen)
  5. Einengung des Denkens auf Alkohol (zentrales Lebensthema)
  6. Konsum trotz gesundheitlicher bzw. sozialer Folgeschäden

Liegen weniger als 3 Merkmale vor, spricht man von „Alkoholmissbrauch“. Nach Drei Statt Dry© gilt: Wer regelmäßig seinen „Rauscheintrittspunkt“ überschreitet, ist alkoholabhängig. Das bedeutet, Menschen, die täglich langsam ein Feierabendbierchen genießen, sind nicht zwingend alkoholabhängig.

Ist Alkoholabhängigkeit heilbar?

Es war das jahrelange Glaubenssatz der Mediziner, dass Alkoholismus eine unheilbare Krankheit sei. Dennoch zeigt die Praxis, dass es vereinzelt immer wieder unerklärliche „Selbstheilungen“ gibt, zu deren Erklärung es keine einheitliche Hypothese gibt. Zudem wird in modernen Therapieformen immer weniger auf die Absolute Abstinenz gesetzt. Drei Statt Dry© bricht dieses Dogma der „Unheilbarkeit“ auf, indem die Alkoholsucht nicht als Krankheit, sondern als eine Störung der Selbstregulation aufgefasst und sich zur Normalisierung des Trinkverhaltens an nicht-betroffenen Menschen orientiert. Durch diese neuartige Methode, kann die Alkoholsucht durch den Betroffenen schnell unter Kontrolle gebracht werden, und ein nachhaltiger Heilungsprozess initiiert werden. „Normales“ Trinken wird mittelfristig wieder möglich.

Interessante Links

Publikation „Drei Statt Dry“ in der Systhema

Robert Anatol Stein: „Drei statt Dry“ – Systemische Selbsthilfe für Alkoholiker
„Drei statt Dry“ – Systemische Selbsthilfe für Alkoholiker

Publikation „Drei Statt Dry“ in der Kontext (DGSF-Mitgliederschrift):

Robert Anatol Stein: „Drei statt Dry“ – Systemische Selbsthilfe für Alkoholiker